Google hat kürzlich erneut die Erkenntnis thematisiert, dass rund 15 % aller Suchanfragen, die es täglich verarbeitet, völlig neu sind – eine Statistik, die trotz technologischer Fortschritte, einschließlich der Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) und großen Sprachmodellen (LLMs), konstant geblieben ist. Dabei erläuterte John Mueller auf der „Search Central Live NYC“, welche tiefgreifenden Auswirkungen die Entwicklung von Sprache und der Weise, wie Suchanfragen gestellt werden, auf die Suchmaschine haben. Lass uns genauer eintauchen!
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ToggleDie Herausforderung des Sprachverständnisses
Ein wesentlicher Bestandteil effektiver Suchmaschinenergebnisse ist ein tiefes Verständnis der Sprache. Google hat hier in den letzten Jahren Technologien wie BERT eingeführt, um die tieferen Bedeutungen und sogar subtile Kontexte von Suchanfragen besser zu interpretieren. BERT hilft speziell dabei, längere und gesprächsähnliche Anfragen zu entschlüsseln, in denen präzise Formulierungen und Präpositionen wie „für“ oder „zu“ die Bedeutung erheblich beeinflussen können.
Die Einführung von BERT hat gezeigt, dass Google auf unerwartete Suchanfragen vorbereitet sein muss. Google erklärt: „Unsere Systeme können auch bei Anfragen, die wir nicht vorhersehen können, relevante Ergebnisse liefern.“ Besonders auffällig ist hierbei, dass Menschen oft in natürlicher, komplexer Sprache suchen, und dank dieser Technologien kann Google auf diese Weise besser darauf reagieren.
Eine scheinbar stabile Zahl
John Mueller sprach auf der Veranstaltung darüber, dass die Zahl von 15 % neuer Suchanfragen seit vielen Jahren erstaunlich stabil bleibt. Interessanterweise hätte man erwarten können, dass durch den Aufstieg neuer Technologien, einschließlich KI-gestützter Sprachmodelle (LLMs), die Anzahl neuer Suchanfragen steigt. Aber warum bleibt diese Zahl gleich?
„Ich hätte gedacht, dass irgendwann die meisten Suchanfragen wiederholt werden, da Nutzer tendenziell dieselben Dinge suchen. Doch auch nach Berücksichtigung von LLMs scheint dies nicht der Fall zu sein.“
Gründe für die Konstanz
Mueller glaubt, dass die kontinuierliche Neuheit der Suchanfragen damit zusammenhängt, dass sich unsere Welt ständig verändert. Neue Trends, Technologien, Nachrichten und Ereignisse sorgen dafür, dass Menschen fortwährend neue Suchbegriffe und -phrasen ausprobieren, auch wenn viele Themen weiter Bestand haben.
„Es ist fantastisch zu sehen, dass Menschen weiter nach neuen Dingen suchen. Wenn diese Zahl sinken würde, wäre das möglicherweise ein Zeichen dafür, dass das Interesse der Nutzer stagniert.“
Zukunft und Innovationen
Mit den Fortschritten in der KI und den Möglichkeiten, Suchanfragen visuell oder durch persönliche Assistenten zu stellen, bleibt es spannend zu beobachten, ob diese 15%-Erkenntnis vielleicht doch irgendwann an ihre Grenzen stößt. Bisher jedoch zeigt sie, dass Menschen nahezu endlos neugierig und innovativ in ihrem Suchverhalten bleiben.
Die Konstanz dieser Zahl ist ein faszinierendes Indiz für die unaufhörlichen Veränderungen in unserem Leben und der Art, wie wir mit Suchmaschinen interagieren. Schlussendlich zeigt sie auch, wie wichtig es ist, den Fokus auf die Weiterentwicklung von Technologien und das Verständnis unserer Sprache zu behalten.